Where are ya at? - I'm in a black taxi!

Donnerstag, 18.07.2013

Ich, Connor & Daria auf der protestantischen Seit der Peace walls
Und die sind weltberühmt und überall als Black Taxis bekannt- no matter if they are actually black, red or even gold! Die Black Taxi Company ist während der Troubles in Westbelfast entstanden, als Ersatztransportmittel für die immer unzuverlässiger werdenden Buslinien. Das lag unter anderem daran, dass die Busse als Barrikaden zweckentfremdet wurden aber auch als beliebtes Anschlagsziel für Bomben als immer gefährlicher erschienen. Auch heutzutage werden sie noch als stinknormale Taxis benutzt, aber sie bieten auch (historische) Touren durch Belfast an. Diese lohnen sich meiner Ansicht nach viel mehr als die Standart-Hop-on-Hop-off-Touren wie es sie in jeder Stadt gibt, da man sie ein wenig personalieren kann. Da wir die Unigegend und die Innenstadt schon zu Genüge kannten, waren Daria, Connor (Darias Mitbewohner) und ich eher an den politisch und religiös zerklüfteten Wohngebieten in West Belfast interessiert. Viele der heutigen Taxifahrer waren bereits in der Anfangszeit in den Siebzigern am Start, so auch unser Tourguide Eddie. Er erwähnte auch im Gespräch auf Irisch mit Daria (ich hab mehr zugehört und nur ein, zwei Sätze gesagt), dass er früher Irisch unterrichtete- im Gefängnis. Da viele der Taxifahrer dieses Schicksal ereilten, gingen wir davon aus, dass er dort als Mitglied der Provisional IRA als politischer Gefangener landete.
Wie auch immer, es war toll eine solche mit persönlichem Hintergrundwissen gespickte Führung zu erleben. Wir fingen auf der überwiegend "katholisch/irisch" geprägten Seite der sogenannten Peace walls (Friedensmauern) entlang der Falls Road an.
Die Motive rangierten hier von irischer Kultur geprägtem bis hin zu einem Ausschnitt von Picassos Meisterwerk Guernica. Diese Peace walls haben den Ruf künstlerisch wertvoller zu sein als ihre "protestantischen/britischen" Gegenstücke, was ich nach der Tour großteils bestätigen kann. Dazu gehören auch die Darstellungen von Bobby Sands der Anführer des Hungerstreiks von 1981. Auch er war ein IRA Volunteer und wurde während seiner Zeit im Gefängnis als Abgeordneter ins Britische Parlament gewählt, eine Aufgabe, der er allerdings nie nachkommen konnte, da er nur einen knappen Monat später an den Folgen des Hungerstreiks starb. In der Nähe befindet sich auch der Garden of Remembrance für alle gefallenen IRA Volunteers sowie mit ihnen assozierte Zivilisten, die seit den 1920ern in West Belfast den Tod fanden. Erschreckenderweise fanden sich die Namen recht vieler Kinder und Jugendlicher unter den Opfern, und der letzte Eintrag stammt lediglich von 2004.
Bevor es dann weiter in Richtung Shankill Road ging haben wir uns noch das Clonard Monastery angeschaut, eine wunderschöne katholische Kirche die mit ihrer neuntägigen Novene jeden Juni über 100.000 Touristen aus Ireland und ganz Europa, Katholiken als auch Protestanten anzieht. Auch hier habe ich wie in fast jeder kirchlichen Station auf meiner Reise durch Irland eine Kerze angezündet. Dieses Mal war es allerdings gar keine richtige Kerze, sondern ein kleines elektrischen Licht.

  Falls Road Peace Wall I Falls Road Peace walls II  
 
Bobby Sands Mural (das Auto links ist ein Black Taxi) Clonard von außen Clonard von innen

So kurz nach dem 12. Juli wirkte das protestantische Arbeiterviertel rund um die Shankill Road (Seanchill kommt aus dem Irischen und bedeutet so viel wie alte Kirche) wie das reinste Flaggenmeer: Unionjacks und sogar die Ulster-Scots-Fahne überall, so weit man gucken konnte! Da wir am Wochenende von Downpatrick aus die ganzes Tumulte die sich dort ereigneten verfolgt hatten, hinterließ unser Aufenthalt in diesem Teil Belfasts doch ein mulmiges Gefühl in mir. Was aber vllt. auch an deutlich bedrohlicheren Peacewalls und den gruselig gestalteten Hauswänden liegen kann.

Das mit Abstand abschreckenste zum Beispiel ist jenes mit dem Mann der mit einer Waffe auf den Betrachter zielt. Wenn man an dem Haus vorbeigeht, scheint der Pistolenlauf einen zu verfolgen! Verrückt, wer sich sowas ausdenkt und aufs Haus pinselt! Kein Wunder, das in einer solchen Gegend alte, beeindruckende Gebäude wie jenes einfach zerfallen!

Peace wall in Nähe der Shankill Road Jedes Reiheneckhaus wird bemalt!
Ganz schön beängstigend, oder?
William of Orange- ihm sind die Feierlichkeiten am 12.7. gewidmet Einst schöne Ruine an der Shankill Road

Nach der Tour haben wir uns dann etwas leichtere Kost verdient und haben uns von Eddie im Cultúrlann Béal Feirste, dem irischen Kulturzentrum Belfasts absetzen lassen. Dort haben wir eine Cupán Tae getrunken und ich habe mir im dazugehörigen Buchladen zwei Kinder-/Jugendbücher auf Irisch gekauft, damit ich einen Anreiz habe die Sprache weiterzulernen.
Meine liebe Daria & ich im Limelight
Am Dienstag war ich dann noch ein bisschen alleine in der Stadt unterwegs um ein paar Besorgungen zu machen, da Daria ein Bewerbungsgespräch hatte. Abends waren wir dann noch zusammen mit Damian (der auch mit uns Silvester gefeiert hat) und ein paar seiner Freunde im Limelight, einem echt coolen Nachtclub. Eigentlich hatte ich überlegt am nächsten Morgen eine Bustour in Richtung Giant's Causeway zu machen, aber da wir die Nacht mehr oder weniger durch gemacht haben, ist das in ins Wasser gefallen. Daria hatte aber sowieso Bedenken mich so kurz nach dem 12. Juli in diese Richtung ziehen zu lassen, da sie dort immer noch mit Turbulenzen rechnete. Also machte ich mir einen schönen Tag mit Daria, Claire und Séagh, da ich die drei für eine Weile nicht mehr sehen werde. Und heute mache ich mach auf dem Heimweg nach Galway, ich freue mich aber auch schon auf meine Gang dort!

Bis ganz bald,
eure Annika

Life is better at the beach!

Montag, 15.07.2013

Ich, Claire, Cadóg, Torr & Daria
Nichts ist wahrer als das! Insbesondere, wenn Irland zum ersten Mal seit 25 Jahren von einer Hitzewelle getroffen wird und es einen richtigen Sommer gibt!  Es scheint so, als hätte ich mir genau die richtige Zeit ausgesucht um vorbei zu schauen Unschuldig
In den Städten scheinen Shorts und Tops ausverkauft zu sein, Gott sei Dank hatte ich mich bereits mit leichten Sommerkleidchen eingedeckt!
Das half mir allerdings nicht, als um Schwimmsachen ging, die ich blöderweise in Galway gelassen hatte. Die anderen Mädels hatten aber auch nicht besser vorgesorgt, also haben wir auf dem Weg zum Strand noch mal schnell bei Asda angehalten und uns schicke 50er Jahre Badeanzüge im Partnerlook zugelegt sowie noch ein paar Leckereien fürs Picknick besorgt. Etwas worum ich die Iren wirklich beneide ist die Tatsache dass hier niemand mehr als 100km vom Meer entfernt wohnt. Dementsprechend waren mit Torrs Auto in Nullkommanix an einem goldigen, recht ruhigen Sandstrand angekommen. Dort haben wir uns dann erst mal gehörig ausgetobt bevor es ans Picknicken ging.
Ich, Séagh, Claire, Cadóg, Torr agus Daria Menschliche Pyramide!
Das wurde dann doch alles ein bisschen später und wir waren ganz schön erschöpft, so dass wir uns dazu entschlossen haben den Bus heute morgen zurück zu nehmen anstatt wie geplant direkt am Sonntagabend durchzufahren.
Deswegen habe ich auch nun noch Internet um dies hier zu schreiben Zwinkernd

Anyways, slán a bhaile!
Annika

For she's a jolly good fellow, arr!

Sonntag, 14.07.2013

Ich, Séagh, Cadóg, Torr, Daria & Claire beim Piratenpicknick
Jedes Jahr am 12. Juli feiern die Protestanten in Belfast den Sieg von William von Oranje über die Katholiken. Da ihrer Meinung nach das Verbrennen der irischen Flagge und das Provozieren der Katholiken dazugehört,kommt es jedes Jahr zu einigen Ausschreitungen. Leider sind viele dieser Unionists nicht unbedingt mit Intelligenz gesegnet, so haben sie dieses Jahr u.a. ausversehen die Flagge der Elfenbeinküste verbrannt, da sie diese für die irische hielten. Wie ihr euch vielleicht erinnert habe ich bereits im Januar davon berichtet, dass der Union Jack in Belfast heruntergenommen wurde, was zu massiven Prostesten führte. Aus diesem Grund befürchteten viele Iren, dass es dieses Jahr besonders schlimm werden würde. Daher haben wir wie die meisten Katholiken Belfast am Donnerstagabend verlassen und sind zu Claires Eltern aufs Land geflüchtet. Hier in Downpatrick gab es zwar auch ein großes Lagerfeuer, aber anscheinend wurden keine Fahnen verbrannt. Wir haben uns aufgrund unserer südirischen Akzentes trotzdem sicherheitshalber ferngehalten. Stattdessen haben wir mit einem griechisch angehauchten ruhigen Abend in meinen Geburtstag reingefeiert. Am Freitag selbst haben wir uns als Piraten verkleidet und sind zu einem Piratenpicknick bei einem alten Castle aufgebrochen. Als Ausrede haben wir Cadóg, Claires siebenjährigen Bruder mitgenommen, denn wir wollten natürlich auch an der Schatzsuche teilnehmen.
Die ganze Truppe Ich in Piratenkluft vor dem Eisenbahnmuseum
Abends haben wir dann noch auf der Terrasse ein bisschen gefeiert, diese war sogar mir zu Ehren dekoriert und es gab einen Geburtstagskuchen! Ich trug einen blauen "Birthday Boy"-Anstecker, da der entsprechende pinke "Birthday Girl" im Laufe der Jahre verloren ging. Es war echt ein super schöner Tag, auch dank der vielen Glückwünsche die mich auf den verschiedensten Wegen von überall her erreicht haben! Lächelnd


Birthday Boy- ähm GirlGestern haben wir uns dann noch mal in Ruhe das Eisenbahnmuseum angesehen und haben sogar eine Führung durch die alten Waggons bekommen. Danach waren wir noch im Stadtmuseum von Downpatrick, das in dem alten Gefängnis untergebracht ist.
Da das Wetter schon die ganze Woche fabelhaft ist (ich bin sogar im Vergleich zu den Iren schon echt braun geworden) werden wir heute an den Strand gehen.

Die Dampfeisenbahn in Downpatrick Der Zug verlässt Downpatrick in Richtung Ballynahinch
Unser Tourguide und die ganze Truppe im 1. Klasseabteil


Claires älterer Bruder segelt am Ende dieser Woche rüber zu Isle of Man für ein oder zwei Tage und hat uns angeboten mitzukommen. Ich muss sagen ich bin schwer in Versuchung, da ich aber in einer guten Woche schon im Flieger in Richtung Heimat sitze, ist es vermutlich vernüftiger nach Galway zurückzukehren und so langsam meine sieben Sachen zu packen. Heute Abend geht es aber erst mal nach Belfast zurück bis Mitte der Woche. Ich möchte auf jeden Fall noch den Giant's Causeway zu Gesicht kriegen bevor ich mich auf den Weg gen Westen mache.
So, nun geht's aber ab raus in die Sonne!

Slán go fóill,
eure Annika

I predict a riot

Mittwoch, 10.07.2013

Ich & Sinéad auf der Gay Pride Parade
Belfast ist wundervoll! Meine Freunde Claire & Daria (die ich erst Silvester kenne) haben mich letzten Freitag an der Busstation abgeholt und wir haben uns dann erst mal einen Boojum zum Abendessen gekauft (Om nom nom) und haben uns einen gemütlichen Abend gemacht. Wir hatten nämlich einiges für Samstag vor: Es war das Gay Pride Wochenende, zu dem auch eine Parade gehörte. Alles war in Regenbogenfarben gehalten und wir sind sogar ein gutes Stück in der Parade mit Torrs konservativen Freunden mitmarschiert.
Gay Pride Gay Pride Parade Gay Pride Parade Daria und ich auf der Gay Pride Parade
Im Anschluss an die Parade haben wir erst mal gefrühstückt/Mittag gegessen (natürlich einen Burrito bei Boojum) und dann hat Daria mich ein wenig herumgeführt. Wir waren unter anderem im Victoria Square, einem Einkaufszentrum mit großem Glasdom auf dem Dach, von wo aus man eine fantastische Aussicht über die Dächer Belfasts hat. Danach haben wir uns dann wieder mit den anderen getroffen und denn Nachmittag mit Eis, Seifenblasen und Kinderschminken genossen.
Ich über den Dächern Belfasts Daria, ich, Sinéad, Richard, Pete, random girl, Torr Sinéad Sinéad, Torr & ich Ich

Claire konnte leider nicht mit uns die Parade ansehen, da sie den ganzen Tag arbeiten musste. Zum Ausgleich sind wir dann aber abends ausgegangen. Sinéad und ich mochten unsere Make-up so sehr, dass wir uns weigerten, uns abzuschminken.
Wir waren in Kellys, einem der wenigen irischsprachigen Pubs in Belfast. Dort haben wir Stuart kennengelernt, der sowohl Torr als auch mir aus der Hand gelesen hat. Ihm zufolge werde ich ein sehr langes, glückliches Leben haben- Huzzah! Lächelnd Nach der Sperrstunde sind wir am Rathaus vorbeigekommen und haben ein spontanes Fotoshooting veranstaltet.

Claire & ich in Kellys Sinéad, Séagh, ich, Daria, Torr
Stuart liest meine Hand. Torr und ich waren nicht wirklich überzeugt Torr, ich & Sinéad

Girls just wanna have fun! Die ganze Truppe vor dem Rathaus in Belfast
Die anderen Tage sind wir relativ locker angegangen. Ich war ein bisschen shoppen und hab ein paar tolle Schnäppchen in den Charityshops gemacht, und Daria hat mir noch ein bisschen die Uni und die Botanic Gardens gezeigt. Das ist ein wunderschöner Park neben der Uni mit tollen Gewächshäusern und einem Rosengarten, wo wir uns mit Büchern und Cider niedergelassen hatten. Die Bibliothek der Queen's Uni ist fabelhaft, sie ist erst wenige Jahre alt.

Queen's Quadrangle in der Abendsonne ein anderes Queen's Gebäude
Der Eingang zu Narnia  Die Karte von Narnia

Es gibt dort einen Raum die dem berühmten Belfastener Schriftsteller C.S. Lewis, der die Chroniken von Narnia verfasst hat, gewidmet ist. Diesen Raum betritt man durch die gleiche Tür, die in den Filmen als Eingang in das Zauberreich Narnia benutzt wurde. Die Tischplatte dort stellt eine schöne detaillierte Karte von Narnia da.

Ich vor den Gewächshäusern in Botanic Ich im Rose Garden Der Rosen Garden
Die nächsten Tage werden wir noch eine Taxitour durch Belfast machen und ich möchte den Giants' Causeway sehen, aber erst mal müssen wir aufgrund der erwarteten Protesten aus Belfast fliehen. Deshalb werden wir mein Geburtstagswochenende mit Claires Eltern in Downpatrick verbringen.

Wow, you are going to be famous!

Donnerstag, 04.07.2013

at least as famous as a history student can get Zwinkernd
Mein Praktikum ist mittlerweile vorbei, aber ich kann einfach nicht aufhören an meinem Projekt zu arbeiten! Ich hatte mich vor einer Weile mit Alan,einem der Moderatoren des Uniradios Flirt FM, über meine Nachforschungen zu den irischen Teddy Boys unterhalten.
Es fand das Thema so interessant, dass er mich zu einem Interview einlud.
Das haben wir also am Dienstag gemacht, ich saß richtig im Aufnahmestudio (aber ohne Kopfhörer, ich wollte meine eigene Stimme nicht hören Zwinkernd) und mein Interview wurde dann umrahmt von zeitgenössischer Musik am Nachmittag gesendet. Ich habe leider selbst verpasst es anzuhören, aber hier ist der Link für alle, die jetzt im Nachhinein mal hereinhören wollen:

http://www.mixcloud.com/flirtfm/annika-stendebach-interview

Sarah-Anne, meine Betreuerin, ist sehr zufrieden mit meiner Arbeit, daher wird auch das History Department den Link zu meinem Interview offiziell unter seinen Neuigkeiten veröffentlichen in den nächsten Tagen.
Mir hat die ganze Sache richtig Spaß gemacht, und Alan hat auch schon angefragt, ob ich mir vorstellen könnte das ganze zu einer richtigen Rundfunkdokumentation auszuweiten, er würde mich dann als seine Forscherin einstellen und wir würden versuchen Leute zu interviewen, die in den späten 50ern/ den frühen 60ern in die Teddy Boys Bewegung involviert waren. Aber das würden wir erst einem Jahr oder so machen, wäre auf jeden Fall cool falls das klappt!

Nun ja, das war nur ein kurzes Update von mir, ich mach nun die Äuglein zu.
Morgen bin ich nämlich schon wieder on the road, dieses Mal geht es nach Belfast für eine Woche oder so, Daria, Sinéad, Claire und Séagh besuchen.

Bis bald,
Annika

I would walk 500 miles

Montag, 24.06.2013

Na ja, nicht ganz, aber fast! Aber seit Mittwochmorgen habe ich 810 km auf irischen Autobahnen zurückgelegt, aber immerhin in recht bequemen Reisebussen und nicht zu Fuß.
Bevor wir nach Cork aufgebrochen sind, habe ich allerdings noch einmal (zum vorletzten Mal Weinend) auf die Moráns aufgepasst. Da ich meine alle meine Kosmetiksachen dabei hatte, haben wir spontan Kinderschminken mit Annika veranstaltet. Hier sind die Ergebnisse:

Fiachra mit seinem neuen Bart  Marita & Iosold mit neuem Styling
Bevor wir gegen halb 9 abends in Cork ankamen, haben wir versucht Clíona unseren Standort per SMS mitzuteilen, in dem wir ihr die Anzahl der Kühe auf den Wiesen links und rechts von uns durchgaben. Das hat leider nur mäßig funktioniert. Dank des WiFi im Bus konnten wir aber mit meinem Handy und GPS einen genaueren Standort ermitteln Zunge raus
Clíona hat uns am Bus abgeholt und wir sind dann erst einmal fürs Wochenende einkaufen gefahren:
Gráinne und unser Einkaufswagen Der Einkauswagen in voller Pracht

Den Abend haben wir dann mit musikalischer Untermalung zuhause verbracht. Da dies unser Mädelsabend war, durfte Dónal uns zwar Gesellschaft leisten, er musste sich aber ins stille Eckchen setzen.
Clíona & Gráinne mit ihren Ukulelen  Dónal in seiner stillen Ecke
Das war natürlich nur ein Scherz! Samstagnachmittag sind wir dann in die Innenstadt gefahren und haben uns den tollen Markt angesehen. Zufällig war an diesem Wochenende auch das Cork Midsummer Festival, durch welches wir bei recht gutem Wetter mit einem Erdbeereis in der Hand geschlendert sind. Da es relativ kurz darauf wieder anfing zu regnen, haben wir uns noch ein bisschen in einem Musikladen aufgehalten (ich habe eine ordentliche Tasche für meine Ukulele gekauft) bevor wir uns wieder auf den Weg nach Hause machten. Eigentlich hatten wir vorgehabt an diesem Abend auszugehen, haben uns aber doch dagegen entschieden. Wir blieben zuhause und sangen und tanzten zu Clíonas DJ Künsten mit verschiedenen Youtubevideos. Gráinnes Versprecher 'Swoon' anstatt moon brachte uns den grandiosen Hit 'Dancing in the Swoonlight' näher.
Gráinne hebt Deirdre hoch Die beiden legten eine tolle tänzerische Performance dar
Nachdem wir am Sonntagmorgen lange ausschliefen, kochte Clíona ein Mittag/Abendessen für uns. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben bewusst Lamm gegessen, und ich mag es! Dazu gab es Pellkartoffeln und Mohren mit Brokkoli.
Derart gestärkt kam mir die Busreise auf dem Rückweg nicht ganz so lang vor (was allerdings auch an dem schwächeren Verkehr im Vergleich zu Freitagabend liegen könnte).
Und nun hab ich das erste Mal seit Ewigkeiten nichts Dringendes zu tun! Es ist um ehrlich zu sein ziemlich toll, einfach mal ohne schlechtes Gewissen ausschlafen zu können!
Ach übrigens, ich habe auch meinen Flug gebucht: Am 24. Juli komme ich zurück nach Deutschland! Davor muss ich allerdings noch ein Wochenende bei Gráinne in Connemara, ein paar Tage Urlaub in Belfast bei Daria, Claire, Séagh & Sinéad und eine Konferenz in Galway unterkriegen. Langweilig wird mir also mit Sicherheit nicht!


Slán go fóill,
eure Annika

Painting the Archives red!

Freitag, 21.06.2013

  Der Lesesaal im National Archive

Diese Woche war ich in Dublin und durfte im National Archive ein bisschen Historiker spielen- es war suuuuuper interessant! Lächelnd
Ich habe mich mit dem Thema Jugendkriminalität in den 50ern und 60ern beschäftigt und habe die verschiedensten Akten angesehen, von offiziellen Berichten über die Zustände in irischen Gefängnissen und Besserungsanstälten bis hin zu Brochüren über den schädlichen Einfluss von Kino und Radio auf Teenager. Ich habe an diesen zwei Tagen über 1000 Fotos von einzelnen Dokumenten gemacht, ich würde sagen das ist genug Material für meine Masterarbeit Lächelnd

St. Stephen's Green  10 Schwäne!
Nachdem das Archiv für Mittwoch geschlossen hatte, hab ich mich dazu entschlossen noch ein bisschen frische Luft zu schnuppern und habe ich mich an den See in St. Stephen's Green, einem Stadtpark in Dublin gesetzt.
Das Wetter war echt toll, und ich hab sogar eine zehnköpfige Schwanenfamilie gesehen!
Dann habe ich mich mit Joseph getroffen, einem Bekannten der in Dublin seine Doktorarbeit schreibt. Nach einem Kaffee haben wir uns mit Freunden von ihm auf Trinity's Campus getroffen. Dort haben wir bei dem guten Wetter vor dem Pavillion gesessen und uns bei einem Bierchen ein Kricketspiel angesehen. Seine Freunde sind danach nach Hause, aber wir sind weitergezogen zu einem nahe gelegenen Pub, 'The Gingerman', der, wie sich später herausstellte, zu Enda Kennys Lieblingspubs gehört. Enda Kenny ist der momentane Taoiseach (Regierungschef) Irlands und wir haben ihn tatsächlich dort getroffen! Joseph hat sogar eine kleine politische Diskussion mit ihm angefangen, aus der ich mich aber gepflegt herausgehalten habe. 'The Gingerman' ist nur einer von den vielen kreativen Pubnamen in Dublin, auf meinem Weg in die Innenstadt bin ich zum Beispiel an diesem Prachtexemplar vorbeigekommen:
'The Hairy Lemon' (die haarige Zitrone)
Na ja, nach diesem langen Abend war ich froh endlich ins Bett zu kommen, blöderweise habe ich am nächsten Morgen das Frühstück verschlafen. Als ich mich auf den Weg zum Archiv gemacht habe, bin ich aber Gott sei Dank Gary begegnet, der das gleiche Praktikum wie ich macht. Er war auf dem Weg einen Kaffee zu trinken, da habe ich mich gleich angeschlossen. Den Rest des Tages habe ich im Archiv verbracht, und abends hat Sarah-Anne (meine Praktikumsbetreuerin) mich dann noch zum Abschluss meines Praktikums zum Pizzaessen eingeladen! Wir waren im Gotham Café (ja, wie in Batman) und ich habe eine Calzone gefüllt mit Blattspinat und Kartoffeln gegessen- super lecker!
Dann haben wir uns auf den Weg zurück nach Galway gemacht und ich war so gegen 10 endlich zu Hause.
Und heute geht es dann schon mit Gráinne & Deirdre nach Cork, Clíona (und Dónal) besuchen!

Do you want to go to the seaside?

Sonntag, 09.06.2013

aber ja, natürlich will ich an den Strand gehen! Aber erst mal der Reihe nach. Mittwoch hab ich hauptsächlich mit dem Einscannen der Unity Magazines verbracht- und das in einem Raum ohne Fenster bei herrlichstem Sommerwetter! Donnerstag war dann schon mehr Action angesagt. Prof. Diarmaid Ferriter, einer der renommiertensten Historiker im Bezug auf moderne irische Geschichte, war für einen Gastvortrag in Galway. Ich war sehr aufgeregt, als ich die Plakate sah, denn ich habe in den letzten Wochen einiges von ihm über Irland in den 60ern und 70ern gelesen. Eigentlich hätte ich bezahlen müssen um ihn zu sehen, da all dies im Rahmen einer mehrtägigen Konferenz stattfand, aber Sarah-Anne hat mich einfach so mitgenommen. Es hat durchaus seine Vorteile, mit den Dozenten abzuhängen Zunge raus
Im Anschluss hat sie mich dann auch noch zum Mittagessen eingeladen und wir haben uns neben dem Fachlichen auch über Gott und die Welt unterhalten. Dabei ist auch die Idee entstanden, eine kleine Brochüre über die Geschichte von An Cumann Staire zu veröffentlichen, über die mein Kumpel John und ich in letzter Zeit ein wenig nachgeforscht haben. Sarah-Anne ist wirklich unglaublich nett!
Dann hab ich noch für ein paar Stündchen Dinge eingescannt, bevor ich nur schnell heimfuhr um mich ein wenig frischzumachen. Denn Abends wurde (ebenfalls im Rahmen der Konferenz) ein Buch gelauncht, das ich sehr interessant fand! Es heißt 'Ordinary Irish Life' und beinhaltet Aufsätze über die verschiedene Aspekte der irischen Alltagskultur, von Musik über Sport bishin zu den kleinen Alltagsritualen. Da es perfekt zu meiner aktuellen Forschung passt, musste ich es natürlich sofort kaufen. Sarah-Anne hat mich an diesem Abend einigen Leuten vorgestellt, u.a. der Herausgeberin des Buches, die es dann sogar für mich signierte. Im Anschluss haben John und ich uns noch ein Eis gegönnt (ich hatte Pfefferminz und "Death by Chocolate", also quasi ein Aftereighteis Lachend) bevor wir mit Christina einen Abendspaziergang am Strand unternommen haben:

The Long Walk

Das Wetter war einfach traumhaft, so dass eine Menge Leute noch unterwegs waren.

Schiffwracks vor dem Long Walk
Als wir dann in Salthill ankamen haben wir uns mit dem ein oder anderem Pint zunächst im Oslo und dann in O'Connor's Famous Pub belohnt haben. Der letztere ist ein echtes Schmuckstück, auch wenn er sehr touristisch geprägt ist. Überall, wirklich überall an Wänden und Decke hingen Sachen, von Tellern über verschiedenste Lampen bis hin zu Hirschköpfen. Musikalische Untermalung wurde von einem Klavierspieler der mindesten in seinen Siebzigern geboten, er hat dazu auch gesungen und war richtig gut! Da man die Deko in O'Connor's mit Worten nicht beschreiben kann, habe ich ein paar Fotos gemacht:
Christina & Ich in O'Connors Der Pianoman in O'Connor's Famous Pub
Gott sei Dank hat Duibhir an diesem Tag noch bis spät an seiner Doktorarbeit gearbeitet, so dass er mich dann mit dem Auto mit nach Hause nahm und ich nicht auf den Bus warten musste.
Freitag waren John und ich dann bei Riona, dem Societies Officer, um den Stein bezüglich unsere Brochüre ins Rollen zu bringen. Sie war total begeistert und möchte, dass ich auch die Geschichte anderer Societies dokumentiere, wenn ich im Rahmen meines Praktikums über etwas stolpere. Dann hat Róisín mich angerufen und gefragt ob ich Lust hätte, mit ihnen an den Strand zu fahren, anstatt zuhause mit den Kindern Deutsch zu üben. Da musste sie mich natürlich nicht zweimal fragen Zwinkernd
Also bin ich schnell in den Bus gesprungen und nach Hause gedüst, um meine Badesachen zu holen. Wir sind dann raus nach Spiddal gefahren, eine wunderschöne Gegend! Es gab sogar einen Sandstrand:
Der Strand in Spiddal Der Strand in Spiddal

Nachdem ich dann für das allererste Mal seit ich in Irland bin im Meer schwimmen war (es war ziemlich kalt!), haben Fiachra und ich eine Kickass-Sandburg gebaut! Das coolste war der Burggraben, für den wir eine Verbindung zum Meer gebaut haben, so dass er sich fast von alleine befüllte. Dabei haben wir echt die Zeit vergessen!
Róisíns Schwester Emer, die in Spiddal wohnt, hat uns alle dann noch spontan zum Grillen eingeladen. Es war superlecker, wobei ich mir fast ein bisschen Gedanken gemacht habe, als Eoin (Emers Sohn) zu mir kam und mir eine Dose Heineken in die Hand drückte, nach dem Liam mir schon beim Mittagessen ein Heineken eingeschenkt hatte Unschuldig. Die Lage von Emers und ihrem Mann Toms Haus ist echt der Wahnsinn. Sie wohnen auf einem kleinen Hügel und haben von Wohn- und Esszimmer aus Meerblick!
Davon abgesehen haben sie Skippy, eine einjährige Hündin sowie eine Katze names Sweety Pie. Diese hat vor ein paar Wochen Nachwuchs bekommen, das Kätzchen sieht aus wie ein Dalmatiner! Katie und Eoin haben sie deshalb auf den Namen Buttons getauft und uns ganz stolz präsentiert.


Die ganze Familie hat Spaß! Ich habe mich auch auf den Roller getraut Eoin und Buttons Fiachra und Iosold waren ganz begeistert von Buttons Sie konnten gar nicht genug kriegen! Liam hat sich währenddessen eine kleine Auszeit gegönnt

Gestern habe ich dann noch ein bisschen was gearbeitet, bevor ich mich mit Christina und Áine (einer recht neuen Bekanntschaft) getroffen habe. Wir sind dieses Mal über den ganzen Prom spaziert, haben die Mauer getreten (das soll angeblich Glück bringen), sind zwei mal vom Blackrock ins Meer gesprungen (noch viiiiiel kälter als am Freitag) und sind dann mit einem Zwischenstop im Eiskaffee zurückgeschlendert.
Alles in allem ein wundervolles Wochenende!
Nun muss ich aber zur Abwechslung noch mal ein bisschen was arbeiten!
Bis bald,
eure Annika

 

Why do you build me up, Buttercup?

Dienstag, 04.06.2013

Sarah & Ich bei Kylemore Abbey

... just to let me down. Sarah war hier- und wir bekamen dieses Lied für das ganze Wochenende nicht mehr aus unseren Köpfen! Am Freitag hab ich sie gegen Mittag an der Bushaltestelle am GMIT abgeholt, und wir sind dann erst mal zurück zu mir nach Hause zum Mittagessen gefahren! Dann hab ich ihr noch Orla (meine Ukulele) vorgestellt und meine 'Künste' demonstriert (daher auch der Ohrwurm), bevor wir in die Innenstadt gefahren sind.

Dort sind wir dann schön durch die Straßen flaniert und mussten natürlich auch bei Auntie Nelly's Halt machen. Das ist ein altmodischer Süßigkeitenladen wo alles in großen Gläßern aufbewahrt wird. Dort arbeitet im Übrigen auch Ciara, mit der ich ab und zu ein bisschen Deutsch übe. Auch bei Penney's mussten wir vorbei schauen, da hier in Irland ja der Sommer Einzug gehalten hat und ich weder kurze Hosen noch Sonnenbrille besaß. Dann sind wir zum Abendessen noch mal Hause und haben uns ein bisschen aufgebrezelt, da wir im Anschluss noch die Pubs unsicher machen wollten. Wir waren zunächst im Salthouse, wo wir uns mit John (gerade frisch von seinem Erasmusjahr in Straßburg zurückgekehrt) getroffen haben. Ein bisschen später sind dann noch Dónal und Dave dazugestossen und wir sind in die Crane Bar weitergezogen, in der Hoffnung auf traditionelle irische Musik. Doch leider war ausgerechnet an diesem Tag Jazzabend.
Sarah vor dem tollsten Spielzeugladen Ich vor dem tollsten Spielzeugladen Sarah vor Auntie Nellie's Sweet Shop

Sarah & Ich im Eyre Square Shopping Centre

Dementsprechend haben wir dann Samstag ein bisschen länger geschlafen als geplant und sind dann nach einem ausgedehnten Brunch in die Stadt gefahren, denn Samstag ist Markttag! Nachdem wir diesem besucht hatten haben wir uns noch Proviant besorgt und haben einen Strandspaziergang gemacht, auf dem Rückweg haben wir dann auch noch an der Uni vorbeigeschaut. Abends haben wir uns dann mit Louise und Duibhir verabredet und waren erst in 'The Front Door' etwas trinken, bevor wir noch in den Nachtclub 'Halo' weitergezogen sind. Ich war ein bisschen nervös, da man eigentlich 23 sein muss um hineingelassen zu werden, aber Gott sei Dank haben sie uns nicht kontrolliert. Komischerweise hat dort jemand eine Karnevalsmaske liegengelassen, die wir uns natürlich sofort unter den Nagel gerissen haben Zwinkernd

Sarah & ich vorm Spanish Arch Ich und mein Muffin :) Sarah am Strand Ich am Strand Ich in der Uni Sarah & ich in Halo


Es half alles nichts, Sonntag mussten wir früh raus. Wir hatten nämlich die Connemara & Cong Tour gebucht und mussten schon um 9 Uhr an der Bushaltestelle sein.
Aber das frühe Aufstehen hat sich sowas von gelohnt! Ich habe die gleiche Tour schon mit Mama, Papa & Tobi gemacht, aber nun mit besserem Wetter und blühenden Gärten war alles noch viel schöner! Wir waren zuerst am Kylemore Abbey, dann haben wir uns noch die Landschaft Connemaras angesehen und zu guter Letzt haben wir noch einmal in dem schönen Dörfchen Cong und dem Ross Errily Kloster Halt gemacht.

Sarah & ich vor Kylemore Abbey Sarah im Eingang der Victorian Walled Gardens Ich in den Gärten Sarah in den Gärten das Gewächshaus Die Hütte und im Hintergrund das GärtnerhausIch in den Gärten der Schuppen Ich vor dem Gärtnerhaus

Die Bäume blühen! :)

Baum der guten Wünsche in Connemara Sarah in Cong- Zwischen Galway & Mayo Sarah in Cong- Entegosch! 

Ross Errily Friary Sarah im Kloster Ich (+ Kuh) im Kloster Sarah schaut sich die Kühe an Sarah im Kloster

Nach diesem Tag waren wir so müde, dass wir abends einfach zu Hause blieben und gemütlich ein bisschen Fernseh schauten. Da Sarah Montagabend schon wieder zurückfliegen musste, haben wir auch Montag nicht mehr viel gemacht, bevor ich sie gegen halb 4 zur Busstation gebracht habe. Während Sarah sich auf eine stundenlange Reise machen musste, hab ich mich dann noch mit Louise getroffen und war zum ersten Mal in meinem Leben sparchen! Das bedeutet, dass wir uns an das Flussufer am Spanish Arch gesetzt haben um das gute Wetter zu geniesen. Normalerweise würde man dabei was trinken, aber wir haben uns stattdessen ein Eis gegönnt Lächelnd.
Und seit Dienstag bin ich nun wieder voll im Praktikum eingespannt, aber immerhin habe ich nun mein eigenes Büro! Inklusive riesiger Fensterfront und Aussicht auf den Fluss! :)

Slán,
eure Annika

Summer in Ireland happens on a Tuesday

Freitag, 31.05.2013

Das Karussell ist endlich wieder da!

ist ein populärer irischer Witz. Aber dieses Jahr trifft er ganz sicher nicht zu! Während das europäische Festland in den letzten 2 Wochen in Regen und sogar Schnee versank, hatten wir hier fabelhaftes Wetter (Ich brauchte mich also nicht vom Regen ärgern lassen, falls du das liest, Saskia Zwinkernd).
Und was habe ich gemacht um das tolle Wetter auszunutzen? Leider nicht allzu viel, da ich die meiste Zeit im Archiv sitze. Aber das macht total Spaß! Ich arbeite mit den alten Studentenmagazinen, hauptsächlich aus den 60er und 70er Jahren. Ich muss sagen, das ist teilweise ganz schön amüsant, über was man da so stolpert:
ein kleiner Artikle aus der studentischen Zeitschrift von 1966.
Ich sortiere ganze Kisten voll mit solchen Zeitschriften und hab schon mäßig Material gefunden. Sarah-Anne, meine Betreuerin, hat nämlich gesagt dass ich wenn ich möchte den ein oder anderen Artikel über verschiedene Aspekte der irische Jugendkultur verfassen könnte, die dann in Geschichtszeitschriften veröffentlicht würden. Davon abgesehn veranstaltet sie Anfang Juli ein Symposium mit geladenen Gästen zu dem Thema und hat mir angeboten meine Foschungsergebnisse dort kurz vorzustellen- yay Lächelnd. Ich muss mich also ordentlich ranhalten!
Diese Wochen habe ich allerdings nicht allzu viel erledigt bekommen. Montag war ich den ganzen Tag in der Uni, aber abends kam dann schon Clíona zu Besuch, da sie am Dienstag (wie auch Claire) ihre allerletze Prüfung in der Uni hatte. Wir haben dann zusammen gekocht, und gegen neun hat mich dann Duibhir abgeholt, um mir mein neues Zuhause zu zeigen und mein neues Bett aufzubauen (ich hab schon lange nicht mehr so gut geschlafen!). Dienstag war ich dann auch fleißig, bin aber nach der Arbeit direkt in die Bar, wo Gráinne, Clíona, Claire und Séagh schon den einen oder anderen Pitscher Bulmers vernichtet hatten. Da wir danach noch feiern waren, habe ich Mittwoch nur ca. 2 Stunden im Archiv verbracht. Zu meiner Verteidigung, ich bin an diesem Tag aber auch nur umgezogen. Nun habe ich so ziemlich in jedem Winkel der Stadt gelebt:
Meine diversen Wohnungen in Galway In Nummer 1 habe ich das erste Semester verbracht, in Nummer 2 das zweite Semester, und in Nummer 3 wohne ich nun. Es ist ein bisschen außerhalb (es gibt aber eine sehr gute Busverbindung), der Vorteil ist aber das mein Kumpel Duibhir der Hauseigentümer ist und ich mich daher nicht um einen Nachmieter kümmern muss, wenn ich im Juli meine Freunde in Belfast besuche. Und die Gegend ist sehr schön:

Mein neues Zuhause   Aussicht aus dem Wohnzimmer

Auch von meinem Zimmer bin ich ziemlich begeistert! Es ist größer als alle bisherigen, es gibt einen Schreibtisch, die Fenster lassen sich komplett öffnen, ich hab endlich wieder ein großes Bett und mein eigenes Bad! Lächelnd

Gestern habe ich wetterbedingt auch nicht ganz so lange gearbeitet, wie ich mir vorgenommen hatte. Ich hatte mich mit Christina gegen eins zum Mittagessen verabredet, und der Sonnenschein war so wunderbar (und ungewohnt!), dass wir noch ein bisschen draussen sitzen blieben um ihn zu genießen. Also war ich erst wieder um halb 4 zurück im Archiv Unschuldig
Dieses Wochenende werde ich erwartungsgemäß auch nicht viel zu Stande bringen, denn die liebe Sarah kommt zu Besuch! Ich kann's kaum erwarten! Deswegen muss ich nun auch schon wieder los, ich muss noch das Mittagessen vorbereiten bevor ich sie abhole, die Arme ist nämlich schon seit halb 4 heute Morgen unterwegs!

Slán go fóill,

eure Annika

They'll never let you go! EVER!

Donnerstag, 16.05.2013

Es hat sich einiges getan! Nach der 4. bis 5. Mandelentzündung für dieses Jahr hatte ich mich eigentlich dazu entschlossen, Galway den Rücken zu kehren- entweder zurück nach Hause um die Mandeln endlich loszuwerden Unentschlossen, oder um den Sommer in Belfast zu verbringen und dort zu jobben. Claire, Séagh und Sinéad ziehen hoch um dort zu arbeiten und haben mich schon mehrfach gefragt, ob ich nicht mitkommen mag, unsere gemeinsame Freundin Daria lebt ja sowieso dort. Also habe ich meine Wohnung hier in Galway gekündigt und Sinéad hat mir ein Zimmer bei Freunden von ihr in Belfast besorgt. Der Umzug war für den 29.5. geplant. Aber dann kam alles anders. Ich hatte mich Anfang April für ein Forschungspraktikum im Historischen Seminar hier in Galway beworben, bis Mitte April sollten die Ergebnisse bekannt gegeben werden. Da ich Anfang Mai immernoch nichts gehört hatte, ging ich davon aus dass ich nicht berücksichtigt werden konnte (der Konkurrenzkampf um diese Praktikumsplätze ist sehr hoch, ich hatte mich einfach mal auf gut Glück beworben). Und dann kam die große Überraschung: Am Montag bekam ich eine E-mail, dass sie hocherfreut seien, mir den Praktikumsplatz anbieten zu können. Bollocks! Ich hatte mich schon sehr auf den Sommer in Belfast mit meinen Freunden (alten & neuen) gefreut, aber eine solche Chance kann ich mir unmöglich entgehen lassen. Ich hab mein eigenes Forschungsprojekt und darf die Archive der Uni & der Stadt durchwühlen, und werde helfen eine eintägige Konferenz über irische Jugendkultur der 60er und 70er zu organisieren. Das ist auch das Oberthema meines Projektes, und ich kann mir dann aussuchen ob ich mich auf studentische Politik, die Feminismusbewegung oder Jugendkriminalität spezialisieren möchte. Um genügend Informationen zu sammeln werde ich mit meiner Betreuerin Sarah-Anne (eine supernette Geschichtsdozentin hier in Galway) auch nach Dublin ins National Archive und in die National Library gehen. Davon abgesehen werde ich u.a. die studentischen Zeitschriften digitalisieren und archivieren, damit diese in den nächsten Jahren online als Quellen zugänglich sind. Dafür kriege ich schlappe 250€ die Woche Lachend
Und wenn ich möchte & das alles klappt, kann ich im Anschluss an das Praktikum einen Aufsatz über meine Ergebnisse schreiben, der dann in der Zeitschrift der irischen Geschichtsstudenten veröffentlicht werden könnte. Und ich darf die Ergebnisse selbst weiterverwenden, d.h. ich hab quasi meine Masterarbeit schon vorbereitet. Lächelnd
Und am Montag geht's bereits los!
Da ich bereits eine Nachmieterin für mein Zimmer gefuwerde für die Dauer des Praktikums bei Duibhir, einem guten Kumpel einziehen. Der wohnt zwar ein gutes Stück außerhalb, aber es gibt Gott sei Dank relativ regelmäßige Busse in die Innenstadt.
Am Dienstag war ich dann mit Louise (der neu gewählten Vorsitzenden von An Cumann Staire) und Thor im Athenry Heritage Centre. Dort versuchen sie mittelalterliche Geschichte möglichst interessant und abwechslungsreich zu gestalten, hauptsächlich für Kinder. Dementsprechend gibt es Waffen, mit denen man kämpfen kann, Folterinstrumente, Kostüme inklusive der passenden Accessoires und einen Thron zum posieren.

Athenry Heritage Centre   selbstgebautes Fachwerkhaus   Mittelalterlicher Markt Bühne im Centre Thor & Louise probieren die Waffen aus
Louise & ich wurden in eine Halsgeige gesteckt!

Und gestern war dann Abschied nehmen angesagt! Es war Clíonas & Gráinnes vorerst letzter Abend in Galway, daher hatten die beiden vorgeschlagen ein letztes Mal zusammen im Rouge essen zu gehen. Eingeladen waren alle, die 'Ehre hatten, ihre Uniahre in der Anwesenheit Gráinnes zu verbringen, um es mit ihren eigenen Worten zu sagen Zunge raus
Und dann war es auch noch "zufällig" Gráinnes Geburtstag (nicht wirklich) und sie bekam Crème brûlée mit einem Kerzchen drinnen geschenkt Lachend

Ein feuchtfröhlicher Abend im Rouge ein feuchtfröhlicher Abend im Rouge Das Ich & Clairey

Und danach sind wir noch alle zusammen ins Róisín Dubh weitergezogen, wo wir zufällig noch ein paar andere Freunde trafen. Alles in allem ein wirklich schöner Abend!
Auch wenn ich sie alle sehr vermissen werde! Ach was sag ich da, ich habe schon diverse Einladungen bekommen in den nächsten Wochen Gráinne in Connemara, Clíona in Cork und Claire, Séagh, Sinéad & Daria in Belfast zu besuchen- bzw. waren das eher Drohungen, was passieren würde falls ich dies nicht tun würde Zwinkernd
Und morgen gehe ich dann mit Iosold, Marita & Fiachra in die Stadt Geburtstagsgeschenke aussuchen, und Montag lege ich dann auch schon mit dem Praktikum los. Das heißt mir bleibt im Grunde überhaupt keine Zeit um traurig zu werden Zwinkernd

Slán go fóil,

eure Annika

Super-smashing-awesome-brilliant!

Freitag, 12.04.2013

Nach 2 Wochen harter Arbeit waren wir endlich auf den BICS Awards! BICS steht für 'Board of Irish College Societies' und sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeit von Societies in der Uni zu fördern und zu promoten. Die Bewerbung fürs beste Event hat uns einiges abverlangt: Alleine unser Portfolio, in welchem wir alle unseren Veranstaltungen während des History Months und deren Bewerbung dokumentierten war 120 Seiten lang! Und dann haben wir das ganze noch hübsch verpackt und aufgepeppt, so dass es wie ein uraltes Manuskript aussah. Und ich finde, das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen!
Lu, Dónal und ich präsentieren müde aber stolz unsere Bewerbung

Gestern morgen sind wir dann schon früh nach Athlone gefahren, dort wurden wir (umsonst!) in dem 4-Sterne Hodson Bay Hotel untergebracht, welches man auf dem großen Gruppenfoto im Hintergrunde sehen kann. Dort haben wir dann auch unsere lilanen NUIG Hoodies bekommen, die waren echt praktisch, so konnte man direkt erkennen wer zur eigenen Uni gehört und sich ein bisschen unterhalten. Vor unserem Interview gab es eine kleine Ansprache, es wurden die Gruppenfotos gemacht und dann gab es auch noch eine leckere Lasagne zum Mittagessen.
Alle Teilnehmer an den BICS Awards

Duibhir, Lu, ich & Dónal vor unserem Interview Die Geschichtsfraktion: Dónal, Lu, Duibhir, Megan & ich
In unserem Interview hat uns die Jury ein paar Fragen zum History Month gestellt, hauptsächlich über die verschiedenen Veranstaltungen und unsere Motivation so etwas auf die Beine zu stellen. Es ging in erster Linie darum, dass die Preisrichter sich auch ein persönliches Bild von uns als Menschen machen können, nach dem sie unsere umfangreichen Bewerbungen wälzen mussten.
Sobald wir das hinter uns gebracht hatten, sind die Jungs in Richtung Bar davon, während Lu und ich uns in unsere Tankinis geschmissen haben und in den Wellnessbereich gegangen sind- es gab einen Jacuzzi Zunge raus
Dort blieben wir für eine gute Stunde, relaxten und lernten nette Leute von anderen Unis kennen, doch dann war es Zeit sich für die Preisverleihung fertigzumachen. Ich habe mein Arts Ball Kleid recycelt und Lu hat mir Locken verpasst, so dass meine Haare wie Shirley Temple aussahen (O-Ton Lu). Riona, NUIG's Societies Officer sagte später, dass ich wie Marilyn Monroe aussähe. Dieser gute Eindruck hielt aber nicht besonders lange, denn als ich mit Megan und Lu zusammen die Treppen hinunter schritt stolperte ich in meinen High Heels und fiel die letzten Stufen hinunter. Jeder im Foyer hielt den Atem an und applaudierte, als ich mich fing und am Geländer aufrichtete. Zu meiner Verteidigung: eine der Stufen war ausgetreten und ich blieb nicht die Einzige, die an diesem Abend einen Abgang machte.
Ladies in red: Ich, Megan & Lu

Leider haben wir letzendlich nicht gewonnen, der Preis ging an UCC's Eco Society (Cork), die fast abgelaufene Lebensmittel von Supermärkten geschenkt bekamen und dann mithilfe von Köchen daraus ein leckeres Gericht zauberten um 500 Studenten zu füttern. Aber NUIG hat drei andere Preise gewonnen und war damit die erfolgreichste große Universität dieses Jahr.
Duibhir, Lu & ich während der Preisverleihung Die NUIG Delegation auf den BICS Awards

May I introduce you to my new best friend?

Freitag, 29.03.2013

Orla und ich

Ja, ich habe eine Ukulele gekauft! Lächelnd Das war die beste Ablenkung ever!
Nachdem ich Mama, Papa & Tobi in den Bus Richtung Flughafen gesetzt habe wurde ich schon ein bisschen traurig. Gott sei Dank hatte ich mich direkt im Anschluss mit Martha verabredet. Wir waren dann erst Kaffee trinken und haben stundenlang gequatscht und haben uns dann die Stadt angesehen (und weiter gequatscht). Zwischendurch sind wir immer wieder in verschiedene Musikgeschäfte hineingestolpert, bis ich diese grüne Ukulele entdeckt habe: Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich habe sie auf den irischen Namen 'Orla' gekauft, weil sie irlandgrün ist und ich sie hier in Galway gekauft habe. Sie ist das perfekt Erinnerungstück! Abends waren wir dann zusammen Bei Clíona und Gráinne (die beiden haben auch Ukulelen und haben mich auf die Idee gebracht) zum Pizzaessen, sie haben Orla gestimmt und Martha und mir die ersten Akkorde beigebracht. Es macht soviel Spaß! In zwei Wochen werde ich mit den beiden zum Galway Ukulele Club gehen, der trifft sich jeden Dienstagabend in 'The Blue Note' einem Pub (wie soll es auch anders sein). Ich werde die beiden ganz schön vermissen, wenn sie im Mai aus Galway wegziehen!
Auch Martha hat sich heute morgen schon auf den Weg nach Cork gemacht, aber ich werde nicht lange alleine sein: Morgen kommen schon Jan & Simone aus Mainz zu Besuch, wir werden Ostern zusammen verbringen. Ich freue mich schon sehr! Lächelnd

Auf bald, eure Annika!

Winner, Winner, Chicken Dinner!

Donnerstag, 28.03.2013

An Cumann Staire gewinnt 'Best Event'
Tobi und ich waren am Dienstag auf den  NUIG Society Awards im prunkvollen Clayton Hotel, es war der Wahnsinn!
An Cumann Staire hatte sich mit unserem 'History Month' für den Preis des 'Besten Events' beworben, und wir haben uns tatsächlich gegen 8 andere Bewerber durchgesetzt und gewonnen! Lächelnd Wir sind überglücklich! Das heißt, dass wir Mitte April nach Athlone fahren und dort auf nationaler Ebene gegen alle andere irischen Unis antreten! Whoo Hoo!
Hier sind noch ein paar Bilder des Abends:
Phoebe, Melissa, Tobi, Ich, Saoirse & Kieran Tobi & Ich An Cumann Staire Committe nimmt den Preis entgegen!

Ich, Lu Dónal & Megan freuen uns über unseren SiegEoin, ich, Lu & Dónal Tobi & Ich  Tobi, ich & Saoirse

Ich & Lu

Das musste natürlich gebührend gefeiert werden, dementsprechend sind wir nach dem offiziellen Teil zu Duibhir nach Hause gelaufen. Zuhause waren wir dann um halb 9 Unschuldig
Den Tag gestern haben wir dann relativ ruhig verbracht, da es Mamas, Papas & Tobis letzter Tag in Irland war. Wir waren am Prom spazieren und haben einen Delphin gesichtet! Siehe Beweisfoto (es handelt sich um den kleinen schwarzen Fleck unter 'Dolphin'):

Mama und ich waren auch noch zusammen shoppen, sie kennt jetzt die Vorzüge von Penneys und hat zwei schöne Blusen und einen Blazer ergattert.
Abends waren wir dann zum Abschluss noch zusammen in 'The Front Door
ein schönes Steak essen (ich hatte davor schon sooooo lange ein richtiges Stück Fleisch mehr gegessen Lachend), dort haben wir auch Martha getroffen. Martha ist das Mädel aus Deutschland, mit der ich mich die Woche zuvor schon in Dublin getroffen habe. Wir haben uns davor nur einmal gesehen, aber ich mag sie sehr.
Den Tag heute werden wir zusammen verbringen, das ist eine gute Ablenkung da die Familie gleich abreist Stirnrunzelnd
Slán,
eure Annika

Family is like Fudge- Mostly Sweet with a few Nuts!

Montag, 25.03.2013

Wir vier vor dem Märchenschloss Kylemore Abbey

Oh boy, was eine Aufregung! Ausgerechnet an dem Donnerstag, an dem Mama, Papa und Tobi nach Dublin fliegen, streikt die Fluggesellschaft! Eigentlich sollten sie mittags um 12 in Dublin landen, dementsprechend hatte ich auch schon einen Bus gebucht um sie pünktlich in Empfang zu nehmen. Dann würde der Flug gestrichen und auf 16 Uhr umgebucht. But not for long- schlussendlich landeten die drei in dem Flieger abends um 10. Wenigstens konnte ich meinen Bus umbuchen, so dass ich gegen 3 in Dublin war und mir einen schönen Nachmittag machen konnte. Ich habe mich dort mit Joseph, den ich bei der IHSA in Belfast kennengelernt habe und der seinen Doktor am Trinity's macht getroffen und wir sind zusammen essen gegangen. Später ist dann noch Martha dazugestossen (eine Freundin meiner lieben Ruth, sie haben zusammen ihr Aupair-Jahr in London verbracht) sowie 2 Leute, die sie im Hostel kennengelernt hat. Joseph hat uns dann in zwei seiner Lieblingspubs gezeigt, und nach dem ersten Pint ist im aufgefallen, dass ich ein gutes Jahr zuvor, als ich das erste Mal in Dublin war, auch im Porterhouse gelandet bin Lachend.
Wie auch immer, ich bin hab mich gegen halb 11 von den Urlaubern verabschiedet, und Joseph hat mich an einen Bus gebracht, der direkt zum Flughafen fuhr, so dass ich meine Famile endlich gegen halb 1 in Empfang nehmen konnte. Da mittlerweile keine Busse mehr fuhren nahmen wir ein Taxi zu unserem Hostel (das hatte ich am Tag zuvor angerufen und wir konnten Gott sei Dank auch so spät einchecken). Es war ebenfalls ein kleines Abenteuer, uns 4, 3 Koffer sowie meinen Rucksack in ein normal großes Taxi zu quetschen- es hatte was von einem Tetrisspiel Zwinkernd.
Wir haben dann nur schnell das Gepäck in unserem Zimmer abgeladen um noch einen Absacker trinken zu gehen- als wir dann endlich eine Bar gefunden haben, die zu dieser späten Stunde noch Drinks serviert (Temple Bar war nicht weit), waren die 3 ganz schön über die Preise schockiert!
Am nächsten Morgen ging es dann früh los, um auch noch etwas von Dublin zu sehen. Leider regnete es in Strömen (ja, sie haben sofort einen authentischen Eindruck von Irland bekommen), so dass wir uns entschieden, Dublin mit einer Bustour besser kennenzulernen. Aber den legänderen Stadteil Tempelbar mussten wir natürlich zu Fuß erkunden:
Ich, Mama & Tobi in Temple Bar Ich, Tobi & Papa in Temple Bar Osterglocken auf der Ha'Penny Bridge aufgrund des Daffodil Days Mama & Ich mit Molly Malone
Am Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg in Richtung Galway.
An diesem Abend wollten Mama & Papa einfach nur früh ins Bett gehen, so dass Tobi und ich alleine loszogen. Wir landeten im Roisin dubh (Irisch für schwarze Rose), ein Pub der es Tobi sehr angetan hatte und wo er seinen ersten irischen Whiskey probierte.
Samstag habe ich die drei dann durch Galway geführt, wir waren auf dem Markt (wo wir eine frischgefangene Glücksfee kauften) und ich haben ihnen u.a. das Eyre Square Shopping Centre gezeigt, in dessen Mitte ein Teil der alten Stadtmauer integriert wurde.
Tobi, Ich & Mama in der Quay Street Die alte Stadtmauer in Galways Einkaufszentrim Ich mit Mama & Papa, im Hintergrund sieht man den berühmten Long Walk

Abends haben dann auch Mama und Papa das Galwegian Nightlife kennengelernt, auf Empfehlung unseres Hausarztes wollten sie unbedingt den Touristenklassiker 'The Quays' sehen. Dort haben sie ihr erstes Irishes (half) Pint Guinness getrunken!
Wir blieben allerdings nicht lange, da wir am nächsten Morgen früh raus mussten um eine Bustour zu den Cliffs of Moher zu machen (die gleiche habe ich auch mit Juli gemacht, aber es ist super sehenswert!).
Einer der ersten Stopps war am Ballyalban Fairy Fort, bevor es weiter zu den berühmten Klippen ging.

Tobi im Fairy Fort Ich im Fairy Fort Mama & Papa am Poulnabrone Dolmen

Mama & Ich an den Cliffs of Moher Family Portait and den Cliffs


Auf dem Rückweg nach Galway haben wir sogar einen der berüchtigten Leprechauns gesehen!

Das Gesicht eines Leprechauns in der Felswand!
Im Anschluss haben wir uns dann noch auf ein Pint mit Dónal, Clíona und Gráinne getroffen, damit meine Familie hier auch meine besten Freunde kennenlernt.
Am Montag haben wir dann auch noch eine weitere Tour gemacht, diesmal ging es in die andere Richtung, nach Connemara. Hier gibt es viel zu sehen!
Zuerst waren wir im Ross Errily Friary, ein ehemaliges Franziskanerkloster im nördlichsten Zipfel von County Galway. An dem Tag war zufällig auch gerade eine Filmcrew zugange, die sich das Kloster näher angesehen hat um dort bald einen Filmzu drehen.

Ross Errily Friary Mama und ich im Kloster

Ich einem der schönen Fensterbögen Mama und ich in einem der Fensterbögen

Danach haben wir eine Teepause im entzückenden Dörfchen Cong gemacht, das genau auf der Grenze der Counties Galway und Mayo liegt. Dieses Dörfchen (mit etwa 150 Einwohnern noch kleiner als Ettersdorf!) erlangte in den 50er Jahren Berühmtheit, als dort und in der Umgebung der Film 'The Quiet Man' (dt. 'Der Sieger') mit John Wayne und Maureen O'Hara gedreht wurde. Überall in Cong findet man kleine Souvenirs und Erinnerungsstücke an diese Glanzzeit.

Die drei auf der Brücke in Cong

Vorsicht! Hier überqueren Enten die Straße! Ich mit je einem Fuß in Galway & Mayo

Bevor wir zum berühmten Kylemore Abbey kamen, cruisten wir noch ein wenig durch die schöne Connemaralandschaft und bekamen sogar eine echt Irische Rush Hour zu sehen: Alles voller Schafe! Und das alles mit musikalischer Untermalung unseres Tour Guides! Er war ein fantastischer Sänger und hat uns ein paar traditionelle Irische Lieder auf unserer Reise näher gebracht.

Tobi und Connemara Schafe Ich mit den Connemara Schafen Ein Schafe hütender Hund bei der Arbeit

Und das Warten hat sich gelohnt: Kylemore Abbey ist unglaublich schön!
Eigentlich handelt es sich dabein in erster Linie um das älteste Irische Benediktinerinnenabtei, aber das dazugehörige berühmte Märchenschloss wurde erst 1871 fertiggestellt. Der Engländer Mitchell Henry baute diese Prachtstück für seine Frau Margaret, die sich in die Landschaft verliebt hatte. Sie waren in der Gegend sehr geachtet, da sie sich als gute Grundherren erwiesen, die sich für die Rechte ihrer Pächter einsetzten und sogar eine Schule errichteten. Traurigerweise starb Margaret nur 3 Jahre nach der Fertigstellung ihrer Märchenschlosses während eines Ägyptenurlaubs. Mitchell brachte sie nach Kylemore zurück und ließ sie im Mausoleum beerdigen. In den folgenden Jahren ließ er zusätzlich eine neugotische Kirche in ihrem Andenken errichten. Zu dem Geländen gehören außerdem noch ein großer viktorianischer ummauerter Garten.

Neugotische Kirche mit Säulen aus Connemara Marple

Victorian Walled Gardens

Morgen Abend geht es dann für Tobi und mich auf die Society Awards (Tobis erster richtiger Ball Lächelnd), während Mama und Papa sich zu zweit einen schönen Abend machen!

Cailín na Gaillimhe

Freitag, 15.03.2013

Das ist Irisch für Galway Girl, denn die letzens zwei Wochen waren ganz dem Irischen  gewidmet: Seachtain Na Gaeilge! Das ist ein Festival unter dem Motto "Croí na Teanga – It's You!" (Das Herz der Sprache- Das bist du!) das jedes Jahr in den ersten beiden Märzwochen (also direkt vor Saint Paddy's Day) veranstaltet wird, um die irische Sprache zu fördern. Auf dem Programm standen Sprachkurse, céilís, speeddating und Musik sessions im sean nós (alter, traditioneller Stil). Ein Highlight war ganz sicher der Auftritt von Mundy in der College Bar am Montag. Mundy ist zum einen aus dem Soundtrack der berühmten Romeo & Julia- Verfilmung von 1996 bekannt, und zum anderen als Sänger des wunderschönen "Galway Girls"! Dieses Lied hat er dem Anlass entsprechend as Gaeilge gesungen. 

Und ich war ganz vorne mit dabei! Es ist ein bisschen wie 'Wo ist Walther?', aber schaut, ob ihr mich entdecken könnt!

Mundy in der College Bar Meiner ist der blonde Kopf vor der linken Box!

Auch die Mórans sind schon in St Paddy's Day-Stimmung! Und Marita hat mir ein zuckersüßes Bild gemalt, das war einer dieser Momente in denen mir bewusst wurde, wie gerne ich unterrichte!
Fiachra mit seine selbst gebastelten St Paddy's Accessoires  Marita hat mich portraitiert =)
Nächsten Donnerstag kommen dann endlich Tobi, Mama und Papa zu Besuch! Ich werde sie am Flughafen abholen, dann werden wir noch ein bisschen Dublin erkunden bevor es am Freitag Richtung Galway geht. Ich freu mich schon darauf sie wiederzusehen, und ihnen alles in meiner neuen Heimat zu zeigen!
Deswegen bin ich momentan ziemlich beschäftigt, damit ich alle Hausarbeiten fertig bekomme bevor sie zu Besuch kommen und ich Zeit für sie habe.
Aus diesem Grund werden Clíona und ich den ganzen morgigen Tag zusammen in der Bibliothek verbringen.
Am Sonntag ist dann auch schon St Paddy's Day, aus diesem Anlass wird es in der Innenstadt eine Parade geben, vergleichbar mir unseren Fassenachtsumzügen.
Im Anschluss daran haben wir unsere Freunde zu uns nach Hause eingeladen, als eine Art Einweihungsparty (und weil in den Pubs in der Innenstadt die Hölle los sein wird Zunge raus)
Das war's nun vorest von meiner Seite, ich wünsche euch allen einen frohen St Paddy's Day!
Beannachtaí na Féile Páraic oraibh!

Beannachtaí na Féile Páraic oraibh!

Annika

Clueless in Béal Feirste

Freitag, 08.03.2013

Und das in wahrsten Sinne des Wortes!
Letzes Wochenende sind wir mit 9 Mann von Galway aus in Richtung Belfast aufgebrochen zur annual IHSA Conference (jährliche Konference der Irish History Students Association). Auf dieser Konferenz, die im letzten Jahr von An Cumann Staire in Galway veranstaltet wurde, habe ich Dónal, Clíona und all die anderen kennengelernt! Dank Irlands bemerkenswerter Infrastruktur muss man dafür erst einmal aus dem Westen quer über die Insel in den Osten nach Dublin fahren, um dann mit dem Bus von dort aus ganz nach oben in den Norden zu fahren. Gott sei Dank hatten wir famoses Wetter und konnten somit den Ausblick auf die wunderschöne, hügelige Ulsterlandschaft genießen. Nach 6 langen Stunden im Sitzen waren wir dann endlich da.Wir wurden von Rab, einem alten Freund der aus Belfast stammt aber mittlerweile in London studiert, am Busbahnhof abgeholt und sind dann direkt ins Hostel um die unser Gepäck loszuwerden und uns frischzumachen. Denn an diesem Abend stand schon der Weinempfang zur Eröffnung der Konferenz an. Aber vorher war noch Zeit für ein schnelles Pint in der Bar der Student Union der Queen's University Zwinkernd
Die Jungs hatten im übrigen riesigen Spaß daran, dass der Weinempfang im Postgradroom der Universität stattfand- zu dem haben nämlich Studenten ohne Abschluss offiziell keinen Zutritt, was auch von einem großen Schild an der Tür bekannt gegeben wurde. Demensprechend haben sie versucht mich davon abzuhalten, den Raum zu betreten Lachend

Im Anschluss an den offiziellen Teil des Abends fand dann noch ein kleiner Pubcrawl statt. Im letzten Pub, der den unglaublich tollen Namen Filthy Mc Nastys trägt, hab ich mich dann auch mit Daria, mit der wir Silvester feierten, getroffen. Wir beide haben uns riesig gefreut und den Rest der Nacht mit Quatschen verbracht. Wir waren so in unsere Gespräche vertieft, dass ich gar nicht bemerkte, dass alle anderen Galwegians schon ins Hostel zurückgekehrt waren! Da haben die mich eiskalt in einem fremden Land (rein theoretisch zählt Nordirland als fremdes Land!) im Pub vergessen! Gott sei Dank habe ich McNally gefunden, der ein ehemaliges Cumann Staire-Mitglied ist und da er nun in Belfast arbeitet mit uns trinken gegangen ist. Er hat mich dann netterweise zum Hostel gebracht.

Carla & Christina in der Student Union Daria & ich in Filthy McNastys
Ich war zum ersten Mal in meinem Leben froh, dass in Irland die Uhren anders ticken und die Pub schon gegen 1 schließen, da ich so gegen halb 2 im Bett lag.
Das war auch mehr als gut so, denn am nächsten Morgen mussten wir früh raus!

Reservoir Dogs aka Lily, Dara, Dónal und Rab auf dem Weg zur Conference
Mein Vortrag (ein Ausschnitt aus meiner dissertation über Aberglaube) war als allererster Vortrag für Samstagmorgen um 9 angesetzt (das Programm findet ihr hier: http://www.irishhistorystudents.net/caipeisi/CCSIHSA2013clar_sealadach.pdf ).
Direkt nach mir war Rab dran, der einen Auszug aus seiner Masterarbeit über Hexerei präsentierte. Lustigerweise trugen wir auch im Jahr zuvor in Galway zusammen vor, obwohl er damals ebenfalls über Hexen referrierte und ich über Johannes Gutenberg.
Ich hielt meinen Vortrag vor ca. 12 Zuhörern, und wenn ich Christina Glauben schenken darf, fand er großen Anklang. Ich muss gestehen, dass ich doch ein wenig aufgeregt war, da die um die 50 Vorträge fast ausschließlich von Doktoranden oder Masterstudierenden gehalten wurden, es gab mich eingeschlossen höchstens eine Handvoll von Vortragenden ohne Abschluss. Im Großen und Ganzen war ich mit meiner Performance auch wirklich zufrieden, bis ich Seite 11 umblätterte und auf Seite 13 stieß- in meiner Verblüffung konnte ich nur sagen: 'Oh, I seem to have lost a page- well I'll just improvise then.' Und drehte mich um um mir meine Powerpointfolie anzusehen. Um ehrlich zu sein hatte ich meinen Vortrag nur zweimal gelesen (einmal eine Stunde zuvor im Hostel) und war daher nicht unbedingt gefestigt, was dessen Inhalt anging. Mir ist aber beim Reden (fast) alles wieder eingefallen und ich konnte wie geplant im Anschluss mit Seite 13 fortfahren. Und siehe da, als ich Seite 14 umblätterte konnte ich dies mit einem 'Ah, there is the page I was missing earlier!' kommentieren, denn dort befand sich die verloren geglaubte Seite 12 Lachend
Insgesamt habe ich an diesem Tag viele äußerst interessante Vorträge gehört und einiges gelernt. Im Anschluss an die Vorträge fand dann noch das Conference Dinner im schnieken Wellington Hotel statt.

Christina, Lily, Dónal & Eamonn beim Conference Dinner Ich und Carla beim Dessert
Danach zogen wir wiederum durch diverse Pubs und landeten schließlich in einem Nachtclub, indem ich dann den Türsteher mit meinem 'deutschen Charme', um es mit Tonaís Worten zu sagen, überzeugen konnte uns in den cooleren Teil der Bar zu lassen, wo wir dann noch eine Weile richtig tanzen konnten. Danach machten wir uns auf dem Heimweg, aber nicht ohne jede Möglichkeit auszuprobieren noch einen Drink serviert zu bekommen. In Tonaís und Lisas Hotel hätte es auch beinahe funktioniert, hätte der Barkeeper nicht aufeinmal festgestellt dass wir um die 20 Leute waren. Nach dieser Enttäuschung dezimierte sich die Gruppe ziemlich schnell, nur der 'harte Kern' (oder die völlig Verrückten- Ansichtssache Zwinkernd ), gab noch nicht auf in seinem Unterfangen Alkohol zu besorgen. Dónal und James, einem Teilnehmer aus Dublin, gelang es letztendlich auf sehr dubiose Weise 30 Dosen Heineken aus dem Kofferraum eines Kleinwagens zu kaufen. Die haben Rab, Dónal, James und ich dann auf dem Rückweg zum Hostel angefangen (mäßig erfolgreich) zu vernichten, und haben uns dann an der letzen Kreuzug davor niedergelassen um Witze zu reißen und in Ruhe die jeweiligw auszutrinken. Dann haben wir die restlichen mehr als 20 Dosen gekonnt an den Überwachungskameras vorbei ins Hostel geschmuggelt und todmüde um kurz vor 5 Uhr morgens ins Bett gefallen. Wie ich hinterher erfahren habe, haben wir dabei anscheinend ein gutes Dutzend Gesetze gebrochen- gut, dass wir nicht erwischt wurden! Verlegen

Nach ein paar kurzen Stündchen Schlaf mussten wir schon wieder aufstehen, da wir bis spätestens 10 auschecken mussten. Erstaunlicherweise war ich nicht verkatert, allerdings hatte ich schon Samstagmorgen während meines Vortrags gemerkt, dass ich meine Erkältung, mit der ich schon seit Januar kämpfte, um einiges gestärkt zurückmeldetet. Netterweise hatte uns Stuart, einer der Organisatoren, angeboten, unser Gepäck in seinem Büro zwischenzulagern, so dass wir die anschließende Stadtführung in vollen Zügen genießen konnten. Hier ein paar Impressionen vom schönen Belfast:
Blick auf die City Hall The Merchant Hotel Unsere Truppe vor dem Custom House Albert Memorial Clock Tower The Spires Mall- ganz schön pompös für ein Einkaufszentrum! Christina & Ich in der wunderschön kitschigen Crown Bar
Direkt hinter dem Custom House befindet sich im übrigen die Werft in der die Titanic gebaut wurde!

Nach der Stadtführung und einem letzten Drink hieß es dann Abschied nehmen von Rab und sich auf den weiten Weg nach Galway machen. Als wir gegen 9 Uhr endlich in Galway ankamen, ist ein Teil der Truppe wie es die Tradition verlangt noch auf einen Absacker in O'Connells einkehrt, aber ich wollte einfach nur noch nach Hause. Durch Zufall befand sich einer meiner Geschichtsdozenten im gleichen Bus und fragte mich, ob wir zusammen in Richtung Uni laufen wollen, ich wohne ja eh direkt daneben. Da sich meine Stimme zu diesem Zeitpunkt fast endgültig verabschiedet hatte, konnte er sich ein wenig amüsieren und sagte, es klänge als ob wir in Belfast eine Menge Spaß gehabt hätten- In der Tat!
Leider musste ich den kompletten Rest der Woche im Bett verbringen, aber das war es wert! Die nette Ärztin an der Uni hat mir Antibiotika verschrieben, die wahre Wunder gewirkt haben! Zunächst hatte sie nämlich die Vermutung, dass ich mich mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber angesteckt haben könnte, was sich aber als Gott sei Dank als falsch erwies. Nichtsdestotrotz hat dies meine Freunde unglaublich amüsiert, da man diese Krankheit ja auch Studentenfieber nennt, was hervorragend zu dem Klischee des Erasmusstudiums passen würde Zunge raus
In meinem Fall scheine ich mir wohl in letzter Zeit einfach ein bisschen zu viel vorgenommen zu haben, die Ärztin hat mir viel Ruhe verordnen und verlangt, dass ich mich ein bisschen besser um mich kümmere.
In diesem Sinne: Gute Nacht Lächelnd

What happens at the Arts Ball stays at the Arts Ball...

Freitag, 15.02.2013

I love bubbles!
Und genau aus diesem Grund gibt es heute nur ein paar Bilder. Aber die sagen ja bekanntlich mehr als 1000 Worte Zwinkernd
Der Arts Ball wird im Salthill Hotel veranstaltet und ist einer der größten Bälle in ganz Irland. An Cumann Staire organisiert ihn jedes Jahr, dieses Jahr haben wir über 800 Tickets verkauft. Für uns im VIP Room gab es ein super leckeres Viergängemenü und danach haben 9 verschiedene Bands und DJs in 3 verschiedenen Räumen performt! Es ist der Wahnsinn!

Unser Hotelzimmer :) Gráinne, John, Deidre, Clíona & Sinéad beim Champagner-Empfang  Sinéad präsentiert den Ablaufplan Deirdre & Ich  Der VIP Raum  Ich & Clíona Gráinne & Ich Eine der Bands während des Arts Balls

Pofla, Louise & Ich Farrel, Louise & Ich

Lily & Ich Ich & Dónal

Am nächsten Tag gab es dann eine Afterparty in Halo, einem Nachtclub hier in Galway:
Ich & Lisa Ailish & Ich

John, Duibhir, Ich, Tonái & Lisa   My favourite Irish Girls: Deidre, Clíona, Gráinne & Ich

Demensprechend bin ich nun ganz schön müde!
Tá mé tuirseach! Oíche mhaith!

So, you've got a pet German now, too?!

Dienstag, 12.02.2013

Juli und ich auf den Cliffs of Moher

Ja, denn Juli ist endlich da! Küssend
Und was wir schon alles erlebt haben!
Als sie Donnerstag angekommen ist, habe ich sie wie es sich gehört erst mal gefüttert und dann in den Pub geschleift- Blondie reunion Lächelnd
Freitag hatten wir unglaublich tolles Wetter, fast zu gut für Galway! Das haben wir natürlich sofort ausgenutzt und einen ausgedehnten Strandspaziergang unternommen.
Ich am Hafen  Ich & Juli am Strand

Ich am Strand Juli am Strand

Abends waren wir dann noch bei Sabine (die andere Mainzerin) auf ihren Geburtstag eingeladen und waren deshalb- na, wo wohl?- natürlich wieder im Pub Zwinkernd
Für Samstag hatte ich ganz uneigennützig eine historische Stadtrundführung im Rahmen des History Months organisiert, da ich ja wusste, dass Juli kommt. Danach war uns so kalt, dass ich meinen ersten Irish Coffee probiert habe- ganz schön stark, aber yummy!
Abends hat dann die liebe Gráinne ihren 21. Geburtstag gefeiert- das ist ein großes Ding hier in Irland, fast noch wichtiger als der 18. Geburtstag bei uns in Deutschland!
Also waren wir wieder im Pub (sogar im selben wie nach der Stadtrundführung Lachend ) und danach noch in einem Nachtclub.
Juli und ich mit unseren riesigen Cosmopolitans  Das Geburtstagskind Gráinne & Claire

Clíona, Ich & Juli Claire, ich & Clíona

Demensprechend waren wir dann Sonntag nicht mehr so fit, so dass wir nur ein bisschen shoppen waren und dann abends nur kurz Clíona & Gráinne zum Pizzaessen besucht haben, bevor wir ins Bett fielen und einen Film schauten.
Das war auch gut so, dass wir ein bisschen Ruhe bekommen haben, denn gestern stand richtig viel auf dem Programm: Wir haben eine Tagestour quer durch den Westen Irlands gemacht, durch die Burrenlandschaft bis hin zu den berühmten Cliffs of Moher! Die Burrengegend ist eine einzigartige Kalksteinlandschaft die sich über 320 km² erstreckt und ca. 70% der einheimischen irischen Flora ein Zuhause bietet.
Juli und ich auf dem Burren

Unser erster richtiger Stop war das Dunguaire Castle bei Kinvara. Dabei handelt es sich um das Schloss des Königs Guaire aus dem 16. Jahrhundert, heutzutage ist die Gegend das Zuhause der Hookers, der berühmten traditionellen Segelboote (und nicht der Prostituierten, was das Wort eigentlich bedeutet).
Dunguaire Castle (bei Flut)  Ich vorm Dunguaire Castle (bei Ebbe)

Im Anschluss haben wir uns Corcomroe Abbey angesehen. Der lateinische Name dieses Zisterkloster im Burren wurde von seiner Umgebung inspiriert: 'Sancta Maria de Petra Fertili'- Heilige Mary des fruchtbaren Gesteins.
Ich & Juli vorm Corcomroe Abbey  Ich im Eingang von Corcomroe Abbey

Der nächste Stop war das Ballyalban Fairy Fort. Dabei handelt es sich um ein prehistorisches Ringfort oder ein uraltes Gehöft eines Farmers, von dem man heute glaubt dass es von kleinen Männern mit orangenen Bärten und grünen Hüten (Leprechauns) bewohnt wird. In der Nähe befand sich auch das Poulnabrone Dolmen, das bekannteste Wahrzeichen der Burrengegend. Es wurde von neolithischen Farmern vor ungefähr 5.800 Jahren errichtet, womit es älter als die ägyptischen Pyramiden ist.
Ballyalban Fairy Fort   Poulnabrone Dolmen

Unser letzter Anlaufpunkt waren dann die weltweit berühmten Cliffs of Moher, die ihr schon auf dem ersten Foto von mir und Juli bewundern könnt. Diese Klippen gehören zu Irlands spektakulärsten Küstenlinie mit 214m Höhe und 8km Länge und weisen eine der beeindruckensten Aussichten in ganz Irland vor. Aus diesem Grund wurden hier Szenen für Filme wie Harry Potter und der Halbblutprinz gedreht. Aber überzeugt euch selbst:
Juli vor den Cliffs of Moher  Ich auf den Cliffs of Moher

Ich auf den Cliffs of Moher  Juli auf den Cliffs of Moher

Ehrlich gesagt ist es uns aber trotzdem nicht hundertprozentig gelungen, die Schönheit dieser Stelle auf den Fotos einzufangen.
Heute Abend werden wir noch einen traditionellen Irischen Abend erleben, mit irischer Musik und einem kleinen Tanzkurs. Wir freuen uns schon!
Und morgen macht sich Juli dann schon wieder auf die Socken in Richtung Heimat. Ich werde sie ganz schön vermissen! Aber ich habe morgen ja den Arts Ball, um mich vom Abschiedsschmerz abzulenken Zwinkernd

Slán go fóill,

eure Annika

P.S. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt hab ich von Juli einen total schönen Schal bekommen Lächelnd

Jeez, you're getting along really well!

Dienstag, 05.02.2013

Yes, indeed!
Gestern wurden die Ergebnisse des letzten Semesters veröffentlicht. Ich bin mehr als zufrieden! Ich hab beide Vorlesungen mit first class honours abgeschlossen (eine 1 in Deutschland) und auf meine dissertation, die ihr ein ganzes Drittel des Bachelorabschlusses zählt, hab ich 76% bekommen- das ist eine gute Eins! Lächelnd
Ich bin total überwältigt! Darüber hinaus hat mein Dozent mir noch nahegelegt, nach meinem Bachelor eine PhD hier in Galway zu schreiben- Dr. Annika, stellt euch das mal vor! Ein Teil dieser dissertation werde ich übrigens im März auf der Irish History Students Association Konferenz in Belfast vorstellen, eventuell wird dieser Vortrag dann sogar publiziert.
Als ob das nicht genug wäre gibt es mometan eine Kunstausstellung hier an der Uni, die ich mir gestern angesehen habe.
Bei Focus, dem Fototeil dieser Ausstellung, gibt es sogar ein paar meiner Fotos, die ich in Galway und Cork geschossen habe,  zu bewundern. Ich war richtig stolz! Stolz bin ich auch auf meine Babysitterkinder: Iosolde, Marita und Fiachra haben ihre Playmobilkirche zu eine Deutschschule umfunktioniert! Es gibt eine Tafel und sie haben ganze Bücher und kleine Plakate gebastelt, von denen man deutsche Vokabeln und Grammatikregeln lernen kann. Zuckersüß! Anscheinend habe ich einen guten Einfluß auf die drei! Zwinkernd

Iosolds Deutschschule Ich und eins der ausgestellten Kunstwerke

Ich und meine Fotografien

Und morgen kommt schon meine liebe Juli zu Besuch, I can't wait! Küssend
Wir haben ein volles Programm vor uns: Morgen und Donnerstagabend stehen Kurzvorträge (organisiert von An Cumann Staire) an, für Samstag habe ich eine historische Stadtrundführung organisiert und abends feiern wir dann Gráinnes 21. Geburtstag (was ungefähr genau so wichtig ist wie ein 18. Geburtsgag in Deutschland).
Alles in allem: Tá mé an-sásta!
Slán,
Eure glückliche Annika

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